Hintergrund

Die Geschichte des Waldorfkindergartens Bietigheim.

Seit 1979 gibt es in Bietigheim-Bissingen einen Waldorfkindergarten, der anfangs als Außengruppe des Waldorfkindergartens Ludwigsburg eingerichtet war. 1991 mußte in Ludwigsburg ein neuer Kindergarten gebaut werden, und die Bietigheimer Gruppe bekam Räume im Städtischen Kindergarten in der Allensteiner Straße zugeteilt. Es bildeten sich aufgrund der zwei völlig unterschiedlichen Handlungsnotwendigkeiten nun zwei eigenständige Vereine.

In Bietigheim-Bissingen zählte der junge Verein im ersten Jahr lediglich 22 Vereinsmitglieder. Eine kleine aktive Elternschaft hatte die Vereinsgründung auf den Weg gebracht, allerdings wurde damals die Klärung des Raumbedarfs seitens der Stadt aufgeschoben.

Endlich, im Herbst 1996, kündigte sich eine Lösung an: Die Stadt Bietigheim-Bissingen stellte dem Verein ein Grundstück auf Erbpachtbasis zur Verfügung und der Bau des neuen Kindergartens stand somit bevor.

In der Vorbereitungsphase waren mit den Besichtigungen anderer Waldorfkindergärten, dem Einholen von Informationen zu Verordnungen und Vorgaben zum Bau eines Kindergartens, dem Aufsuchen von Fachleuten und dem Kontaktieren von ansässigen Firmen, Planungsbüros und Architekten viele Aufgaben zu bewältigen. Der Verein entschied sich schließlich für ein Holzblockhaus, da es uns aus menschenkundlicher, ökologischer und ökonomischer Sicht als die beste Bauweise erschien.

Die Finanzierung musste völlig unabhängig realisiert werden. Die Bauidee konnte nur mit beispielhaftem Einsatz aller Elternkräfte in ein Bauwerk unseres Anspruchs umgesetzt werden. Ende 1996 gelang es, Herrn Dötterer mit seiner Baufirma für das Projekt zu gewinnen. Er war bereit, das Wagnis auf sich zu nehmen, mit einer großen Bauherrenschaft unter der Vorgabe waldorfpädagogischer Selbstverwaltung dieses Planungsprojekt auf die Beine - besser: auf das Fundament - zu stellen.

Der Einzug fand am 17. Oktober 1997 statt, am 27. März 1998 wurde der Waldorfkindergarten offiziell eröffnet.